UNTERSTÜTZUNGEN

 
Der Alltag mit Dravet-Patienten ist geprägt von unzähligen Krankenhaus Aufenthalten, regelmäßigen Ambulanzfahrten und der Suche nach den optimalen medizinischen Betreuungen, Therapien und Hilfsmitteln. Auch die ununterbrochene Überwachung und die immerwährende Angst um den Betroffenen gehören zur „Normalität“.
Durch die vorhandene Behinderung ist mit zusätzlichen finanziellen Belastungen, sowie Einschränkungen im Berufsleben zu rechnen, daher sollte man finanzielle Hilfen zur Strukturierung des Lebensalltags in Anspruch nehmen, auch wenn der Erstantrag manchmal schwer fällt.
Deshalb möchten wir hier einige verfügbare Unterstützungsmöglichkeiten anführen:
 
Behindertenausweis:
Epilepsie-Patienten haben die Möglichkeit einen Behindertenpass beim Sozialministeriumservice zu beantragen.
Genaue Informationen über Vorteile (zB Vergünstigungen), Zusatzeintragungen, Einreichstelle.. ect. finden Sie hier.

Erhöhte Familienbeihilfe:
Diese wird zusätzlich zur normalen Familienbeihilfe ausbezahlt, wenn der Grad der Behinderung des Kindes bei mindestens 50% liegt. Die zuständige Behörde ist das Wohnsitzfinanzamt.
Den Antrag, sowie eine detaillierte Erläuterung finden Sie hier.

Pflegegeld:
Das Pflegegeld stellt eine zweckgebundene Leistung zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen dar.
Grundsätzlich gilt auch bei Kleinkindern/Kindern die gleiche Pflegestufeneinteilung wie bei Erwachsenen. Allerdings zählt hier nur der Pflegebedarf, der über das Pflegeausmaß eines gleichaltrigen gesunden Kindes hinausgeht.
Viele weitere Informationen, Einstufungen, Höhe des Pflegegeldes, Anträge.. usw. finden Sie hier.
 
Dies sind dauerhafte finanzielle Unterstützungen, die Pflegenden unter den jeweils angegebenen Voraussetzungen zustehen.
Weiters gibt es noch verschiedene Möglichkeiten, einmalige Überbrückungshilfen oder Zuschüsse über einen kurzen Zeitraum zu erhalten. Diese sind jedoch meist an die betreffende Familiensituation angepasst und können somit nicht als Standard beschrieben werden.

Viele nützliche Informationen zum Thema Behinderung und Pflege finden Sie auch auf der Homepage des Sozialministeriumservice.
 
Familienleben:
Besonders bei der Pflege eines chronisch Kranken ist der Familienzusammenhalt wichtig. Allen voran natürlich die Entlastung der Eltern/der Hauptpflegepersonen, da diese immer wieder neue Kraft schöpfen müssen, um dieser großen Belastung standzuhalten. Sollte hier niemand zur Verfügung stehen, können verschiedene Entlastungsdienste in Anspruch genommen werden.
Auch die Bedürfnisse der Mitmenschen (Geschwister) des Epilepsieerkrankten sollten nicht außer Acht gelassen und ernst genommen werden. Manchmal kann eine psychologische Therapie sehr hilfreich sein oder aber auch, sich mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen auszutauschen.

Anlaufstellen:
Medizinische Behandlung: Neurologen, Kinderärzte, Epilepsieambulanzen
Therapeutische Behandlung: Sozialpädagogisches Zentrum (SPZ), mobile Frühförderung, niedergelassene Ergo- & Physiotherapeuten
Psychologische Beratung: Krankenhäuser, Erziehungsberatungsstellen, niedergelassene Psychologen
Entlastung: Wohlfahrts- & Fachverbände, wie zB Caritas, Lebenshilfe, Jugendamt
Informationen: Sozialministeriumservice

 
 
 

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