VERLAUF

 
Das Spektrum innerhalb des Dravet-Syndroms ist sehr groß. Der Verlauf und die damit verbundene Prognose hinsichtlich der kognitiven und körperlichen Entwicklung sind extrem unterschiedlich. Es gibt Dravet-Patienten, die auf Medikamente sehr gut bis gut ansprechen und damit unter einem eher untypischen Dravet-Syndrom, mit keinen oder ‚nur‘ milden Beeinträchtigung, leiden. In der Mehrzahl der Fälle ist der Verlauf aber eher ungünstig mit einer mittleren bis schweren geistigen Behinderung. Hier fallen besonders die Verzögerungen beim Sprechen auf.
Daher ist es speziell in den ersten Lebensjahren wichtig, neben einer wirksamen medikamentösen Behandlung, auch die möglichen Anfallsauslöser für das betroffene Kind zu erkennen und nach Möglichkeit zu vermeiden.
Es wird außerdem vermutet, dass nicht nur die epileptische Aktivität, sondern auch genetische und bisher unbekannte Faktoren in der kognitiven Entwicklung eine Rolle spielen.

Im Verlauf dieser Erkrankung tritt eine Vielzahl verschiedener (oft nicht zuordenbarer) Anfallsarten auf. Auch zusätzliche Symptome wie zB. Hyperaktivität, Autismus, Ataxie oder chronische Infekte werden häufig dokumentiert.

Eine geeignete Überwachung im Schlaf ist in den meisten Fällen notwendig, denn ein zu schwerer unbemerkter Anfall kann zum Tode führen.